25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention

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Die Kinderrechte werden 25. Die Geburtstagsparty fällt aus!

Heute vor 25 Jahren trat die UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) in Kraft. Als Kinder- und Jugendverband, der sich stark an der UN-KRK orientiert, müssten wir eine große Geburtstagsparty feiern. Doch warum findet die Geburtstagsparty nicht statt?

Die Geburtstagsparty fällt aus, weil die Kinderrechte in der Bundesrepublik Deutschland noch immer nicht umgesetzt, aber auch zu wenig bekannt sind.

Sebastian Merz, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken, Landesverband NRW: „Wir müssen immer wieder feststellen, dass zahlreiche vorhandene rechtliche Möglichkeiten, die einer besseren Umsetzung dienen würden, nicht genutzt werden“. „Zudem wird in Diskussionen um Kinderrechte immer noch und immer wieder auf das Feld der Jugendhilfe als zuständige Akteure zur Umsetzung verwiesen. In solchen Diskussionen werden zu häufig andere Bereiche von Gesellschaft außer Acht gelassen“ ergänzt Karina Kohn, stellvertretende Landesvorsitzende. Wir halten fest, Fachkräfte der Jugendarbeit orientieren sich in ihrer pädagogischen Arbeit und ihren fachlichen Konzepten stark an den Kinderrechten. Verantwortung für die Umsetzung der Kinderrechte liegt aber auch in vielen anderen Bereichen der Gesellschaft!

25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention - Jugendliche übergeben Kinderrechte-Manifest an die Bundesregierung

Die Kinderrechte gehören ins Grundgesetz – dies ist das Fazit des Kinder- und Jugendgipfels, der am Wochenende in Berlin stattfand. Rund 100 Jugendliche aus ganz Deutschland übergaben ein Kinderrechte-Manifest mit Forderungen, die sie auf dem Gipfel erarbeitet haben, an die Staatssekretäre von Familien- und Entwicklungshilfeministerium.

In Bezug auf die Situation in Deutschland fordern die Jugendlichen ein stärker auf ihre Interessen und Bedürfnisse zugeschnittenes Schulsystem mit freier Fächerwahl und Beteiligung der Schüler an der Entscheidung über ein G8- oder G9-Modell sowie an der Erstellung von Lehrplänen. Auf kommunaler Ebene erwarten sie eine stärkere Beteiligung bei der Ausgestaltung von Spiel-, Sport und Freizeitangeboten. Um diesen Forderungen das nötige Gewicht zu geben, fordert das Manifest eine Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz. Zur Situation ihrer Altersgenossen in den armen Ländern betonen die Jugendlichen den Bedarf an mehr und besserer Information über die Entstehung der Konsumgüter und die Einbeziehung von fairem Handel und der Probleme von Ausbeutung und Versklavung von Kindern in die Lehrpläne. Handelsunternehmen müssten dafür sorgen, dass Kinderarbeit im Textilsektor abgeschafft werde. Zur Situation von Flüchtlingskindern in Deutschland sprechen sich die Kinder und Jugendlichen dafür aus, dass Deutschland mehr Flüchtlinge aufnimmt und ihnen einen angemessenen Wohnraum bietet. Zudem sollten Duldungen abgeschafft und dafür eine kindergerechte Aufenthaltserlaubnis geschaffen werden.

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