100 Jahre Weltfrauentag

Wie Frau es macht, macht sie es falsch?! – Nicht mit uns, denn wir nehmen uns, was uns sowieso gehört!

Seit über 100 Jahren gibt es den Weltfrauentag und trotzdem gibt es nach wie vor gesellschaftliche und politische Strukturen, die die Unterdrückung von Mädchen und Frauen mit sich bringen. Weil wir beispielsweise unterschiedlich aussehen, aus unterschiedlichen Regionen kommen, unterschiedlich leben, lieben und lachen, werden wir mit unterschiedlichen Unterdrückungsformen konfrontiert.

Und dennoch sticht heraus, dass Mädchen und Frauen als Mädchen und Frauen angegriffen werden – deshalb ist es notwendig, als Mädchen und Frauen zusammen zu stehen!

Wir Falken lassen uns nicht in Schemata zwängen und gestalten unser Leben so, wie wir wollen.

Was uns verbindet, ist der Widerstand gegen Ausgrenzung und Diskriminierung aufgrund geschlechtlicher Zuschreibung, die alltäglich und überall stattfinden: In der Schule, am Arbeitsplatz, in Ausländerbehörden, auf der Straße, in den Medien, in Diskos, auf Partys, in der Wohnung und sogar im eigenen Bett. Diese Normalität darf keine Norm bleiben!
Wir Falken zeigen Präsenz an öffentlichen Orten, an denen wir Ausgrenzung und Diskriminierung erfahren oder erleben, weil wir nicht bereit sind, die uns zugewiesenen Rollen anzunehmen.

Wir bestehen auf dem grundlegenden Recht eines gewaltfreien Umgangs, auch wenn wir wissen, dass wir in einer Welt leben, in der gerade Gewalt gegen Frauen und Mädchen zum Alltag gehört. In Deutschland wird darüber oft nur wenig gesprochen und wenn dann über „spektakuläre Einzelfälle“ berichtet. Dieses Tabu zu brechen, dafür treten wir ein!

Auch in anderen Fällen können Mädchen und Frauen nicht über ihren eigenen Körper bestimmen. Das zeigt sich zum Beispiel darin, dass Abtreibung in Deutschland weiterhin nicht legal ist.

Kapitalistische Verwertungslogiken haben schon lange unsere Körper erreicht und normieren unser Aussehen.

Wer nicht bei H&M kauft, ist nicht hipp – wer nicht mager genug ist, wird dort ohnehin nichts finden. Mit den gesellschaftlichen Erwartungen, wächst auch der Druck auf uns. Alltäglich wird uns gespiegelt ob wir den gängigen Schönheitsidealen entsprechen. Und gerade gegenüber Mädchen und Frauen gibt es die Erwartung, allzeit bereit, superschlank, jung und Sexobjekt zu sein. Wir bekämpfen die sexistische Vermarktung in der Werbung, in den Medien. Wir pfeifen auf die Pfiffe. Riots not diets!

Wir fordern eine Welt ohne soziale Ungerechtigkeit und ständige Konkurrenz! Wir sind widerständig gegen den Kapitalismus. Die Auseinandersetzung um patriarchale Strukturen in der kapitalistischen Gesellschaft muss immer geführt werden, weil die sexistische Arbeitsteilung Frauen die Reproduktionsarbeit, schlechtere und unbezahlte Arbeitsplätze zuweist. Wir wollen uns nicht vom Kapitalismus gegeneinander ausspielen lassen – weder hier noch weltweit. Keinen Reichtum der Einen auf Kosten der Anderen!

Die SJD – Die Falken fordern daher:

  • Schluss mit der Diskriminierung von Frauen, mit Sexismus im Alltag und patriarchalen Strukturen!
  • Frauenrechte sind Menschenrechte: Abtreibung muss legalisiert werden!
  • Quote allein reicht nicht, wir brauchen parteiliche Mädchen- und Frauenarbeit auf allen gesellschaftlichen Ebenen!