Der bundesweite Protestmarsch der Geflüchteten macht am 21.09 halt in Bielefeld

Im Rahmen des bundesweiten Protestmarsches Geflüchteter wird am Freitag, dem 21.09.2012 um 16 Uhr in der Bielefelder Innenstadt eine Kundgebung vor C&A abgehalten.

Die Organisator_innen des Marsches fordern konkret den Stopp von Abschiebungen, die Abschaffung der Residenzpflicht, die Schließung aller Flüchtlingslager und die schnellere Bearbeitung von Asylanträgen. Der bundesweite Protestmarsch startete am 8. September in Würzburg und wird auf zwei verschiedenen Routen Anfang Oktober Berlin erreichen. An diesem Freitag, den 21. September wird Station in Bielefeld gemacht.

Im gemeinsamen Aufruf der Organisator_innen heißt es, dass „Asylsuchende auf 2 verschiedenen Routen nach Berlin marschieren um dort der deutschen Regierung zu zeigen, dass auf jede Anwendung des unmenschlichen Abschiebegesetzes eine Reaktion der Bewegung folgen wird. Die Flüchtlinge werden lauter schreien denn je, sie werden ihren Kampf weiterführen, bis die Lager mit ihren katastrophalen Bedingungen geschlossen werden. Mit der Versammlung in Berlin werden die Flüchtlinge aktiv gegen die diskriminierende Residenzpflicht verstoßen, die sie zwingt, sich in einem bestimmten Bereich aufzuhalten.“

Auch in Bielefeld wird die ausgrenzende Praxis und Gesetzgebung gegen flüchtende Menschen deutlich. Von der Zentralen Ausländerbehörde (ZAB) am Stadtholz aus werden Abschiebungen nach Kosovo koordiniert. Sie sind verantwortlich für Abschiebungen von Roma in Hunger, Elend und rassistische Diskriminierung. In Bielefeld befindet sich außerdem eine Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Hier werden reihenweise Ablehnungen von Asylanträgen geschrieben, die die tägliche Angst vor Abschiebung, aber auch den Widerstand gegen die Ablehnung des Rechts auf Bewegungsfreiheit hervorrufen.

In der Bielefelder Innenstadt findet in Solidarität mit dem Protestmarsch eine Kundgebung statt. Ab 16 Uhr werden vor C&A Redebeiträge von Aktivist_innen und Unterstützer_innen gehalten und Widerstand gegen die katastrophalen Lebensbedingungen asylsuchender Menschen in Deutschland, sowie die rassistische politische Praxis von Abschiebung oder Residenzpflicht formuliert.

In einem lokalen Aufruf formulieren Bielefelder Unterstützer_innen: „Den Protestmarsch zu unterstützen bedeutet für uns, den erhobenen Stimmen zuzuhören, durch lokale Aktionen auf die Forderungen aufmerksam zu machen und nach Berlin zu mobilisieren.“

Weitere Informationen, Termine und Ankündigungen: http://refugeetentaction.net