Filmveranstaltung "Fateless - Roman eines Schicksallosen"

Am 27.01.45 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Seit dem steht Auschwitz als Synonym für das absolute Grauen, für das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Anlässlich zum Auschwitz-Gedenktag wollen am 28.01. unsere geplante Reihe „Rotes Kino“ starten mit dem Film „Fateless – Roman eines Schicksallosen“.

Freitag, 28.01.2011 ab 18:00 Uhr im Jugendtreff Future
Eintritt frei

Der Film erzählt die Geschichte von György, dem vierzehnjährigen Juden, seinem Überleben im Konzentrationslager und seiner Rückkehr ins zerstörte Budapest nach der Befreiung der Lager. Er erzählt die Geschichte des Verlustes von Persönlichkeit und am Ende steht die Unfähigkeit seiner Umwelt, sich mit ihm auseinander-zusetzen, seine eigenen Probleme sich zurechtzufinden und sich die Sprache zurückzuerobern, um seine Geschichte zu erzählen.
Diese Geschichte ist keine Abrechnung sondern ein Protokoll.

Kurzinhalt:
Budapest 1944. Die jüdische Bevölkerung hofft auf ein baldiges Ende von Verfolgung und Krieg. Der 14-jährige György Köves erlebt den Abschied seines Vaters ins „Arbeitslager“, die Brandmarkung seiner Person und seiner Freunde durch den Judenstern und die quälende Frage nach dem Warum. Er erlebt die Konzentrationslager Auschwitz, Buchenwald und Zeitz. György beobachtet und erlebt Leid, Demütigung, Solidarität, Angst und Gleichgültigkeit und „...dort bei den Schornsteinen gab es in den Pausen zwischen den Qualen etwas, das dem Glück ähnlich war.“
Der Junge überlebt. Die Lager werden befreit, der Krieg geht zu Ende. György kehrt zurück nach Budapest. Versteht man ihn? Vertraute Türen werden von Fremden geöffnet und schnell geschlossen. Kann er erzählen? Hört man ihm zu? Er kommt als Überlebender und als Fremder in seine Heimatstadt Budapest zurück.

Der Film zeigt,

  • eine Zeit, in der Menschen spurlos verschwanden.
  • dass Menschen auf dem Weg zur Arbeit von Polizeikräften ohne Erklärung aufgegriffen und in KZ’s abgeschoben wurden.
  • dass Familien nie wieder von ihnen hörten.
  • dass Menschen in ganz Europa gebrandmarkt wurden, indem sie ein Erkennungszeichen tragen mussten. Die Juden den gelben Stern.
  • dass jüdische Kinder glaubten, erst der „Judenstern“ mache sie zu Juden und damit zu Verfolgten.
  • dass Menschen in den KZ’s zu Nummern wurden, die man ihnen eintätowierte.
  • dass Menschen aus nackter Todesangst mit den Peinigern kooperierten.
  • dass Menschen vor Hunger die Ehrfurcht vor dem Tod, den Anstand verloren.
  • dass Landsleute sich aus Machtgier und Eigennutz auf die Seite der Täter schlugen.
  • dass Menschen ermordet, vergast und verbrannt, ihre Habseligkeiten und Überreste gestohlen und gehortet wurde.
  • dass niemand die Wahrheit hören wollte.

Der Film zeigt aber auch,

  • dass Menschen selbst in auswegloser Lage Solidarität übten.
  • dass es Momente des Glücks im KZ geben konnte.
  • dass es Menschlichkeit und Nächstenliebe im KZ gab.
  • dass Menschen dank ihrer Zuversicht im KZ überlebten.