Lichtermeer in Löhne zum Auschwitz-Gedenktag

Sonntag, 27.01.2013
18:00 Uhr Werretalhalle Löhne

Am Jahrestag der Befreiung des ehemaligen KZ Auschwitz findet an der Werretalhalle Löhne eine Kundgebung mit Lichtermehr statt.
Anlass ist die "Botschaft Germanitiens" mit der angeschlossenen "Justizopferhilfe", welche seit einiger Zeit ein Büro in Löhne unterhält.

Zum Hintergrund:
Gegenüber dem Festplatz liest man „Botschaft“ auf gelbem Hintergrund. Die vermeintlichen Helferinnen und Helfer bieten dort ihre Pseudo-Beratung an; für Menschen, die sich eigentlich über die Rechtmäßigkeit staatlichen Handelns informieren wollen. Ähnlich der Reichsbürgerbewegung setzt sich die JOH jedoch gar nicht erst mit Rechtsnormen auseinander, da sie diese wie das Bestehen der BRD und des Grundgesetzes verleugnet. Die Organisation beruft sich samt gebastelten Ausweisen auf den Fantasiestaat "Germanitien", der selbstverständlich keine völkerrechtliche Anerkennung genießt. Die Akteurinnen und Akteure der JOH sind obendrein rechtsextrem motiviert. Die wenigsten Neonazis erkennt man heute an Glatze, Bomberjacke und Springerstiefeln. Über die Links auf der Homepage (zurzeit wegen verfassungswidriger Inhalte gesperrt!) und die Vergangenheit der führenden Mitglieder, lassen sich Verbindungen zur rechten Szene herstellen. Expertinnen und Experten warnen vor der JOH, ihr Aktivistinnen und Aktivisten sind Justiz und Staatsschutz nicht unbekannt. Das Detmolder Landgericht verhängte zuletzt im Oktober 2012 eine Haftstrafe gegen eines ihrer Vorstandsmitglieder. Der Herforder war in der Vergangenheit u.a. in der NPD und im Neonazi-Zentrum Collegium Humanum in Vlotho beteiligt. Nun hatte der Verurteilte versucht über 100.000 Dollar Falschgeld in den Verkehr zu bringen.
Die Presse berichtete vom “Ende eines Blütentraums“. Die Niederlassung der JOH in Löhne hingegen ist kein Alptraum, sondern bittere Realität. Die JOH versucht weiterhin ihr Verhalten durch fadenscheinige Gründe zu rechtfertigen. Doch wir alle können vielfältig dazu beitragen, dass auch der einfältigen Idee einer „rechtsfreien Zone“ kein Raum gegeben wird.