Rotes Kino im Future: Film "Schindlers Liste"

"Wer nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt."

Filmveranstaltung mit "Schindlers Liste"
Freitag, 10.06.11, 18:00 Uhr
Jugendtreff Future
Eintritt frei

Im Mittelpunkt steht der Unternehmer Oskar Schindler. Lebemann und anfangs alles andere als ein Gegner der Nazis, rettet er nach und nach über tausend Juden, indem er sie in seinem Betrieb beschäftigt, Beamte besticht, Aufseher überredet, "seine" Juden teilweise sogar noch aus KZs herausholt. Als sein Vermögen nahezu vollständig aufgebraucht ist, marschieren die ersten Soldaten der Alliierten ein - und das Pokerspiel ist gewonnen: Mehr als tausend Menschen, die auf Schindlers Liste standen, haben den Krieg und den Holocaust überlebt.

Obwohl die Schwarz-Weiß-Farbgebung Authentizität suggeriert, teils an Originalschauplätzen gedreht wurde und der Regisseur Spielberg sich weitestgehend an die historischen Fakten hielt, folgt der Film doch einer typischen Hollywood-Dramatik. Es gibt unschuldige und dadurch seltsam-gesichtslos bleibende Opfer, einen nicht ganz makellosen, aber bescheidenen Helden, der als Identifikationsfigur taugt, und jede Menge böse Nazis. Jemand trifft in einer schwierigen Situation die richtige Entscheidung, und in letzter Minute geht dann auch alles gut.

Handwerklich ist der Film perfekt. Man zittert und fiebert mit, die Bilder beeindrucken, die Melodramatik hält sich in Grenzen. Die Kulisse wurde perfekt rekonstruiert, die Details stimmen, die Schauspieler sind professionell und spielen hervorragend, die Bilder beeindrucken und der Schnitt sorgt für Hochspannung. Und die Geschichte ist gut und spannend erzählt, glaubwürdig und nachvollziehbar.