Rotes Kino im Future: Film XXY

Die Natur macht uns zu Mann oder Frau -
oder beidem zugleich…

Filmveranstaltung mit dem argentinischen Film XXY
Freitag, 25.03.2011, 18:00 Uhr im Jugendtreff Future
Eintritt frei

Alex ist fünfzehn – und hat ein Geheimnis. Aufgrund einer seltenen Laune der Natur ist sie beides: Junge und Mädchen. Die Eltern sind mit ihr aus Buenos Aires an eine einsame Küste gezogen, weg vom Geschwätz der Leute. Eines Tages kommt ein befreundeter Chirurg mit seiner Familie zu Besuch. Könnte, sollte man vielleicht?
Dabei möchte Alex doch nur den Dingen ihren Lauf lassen. Da kommt ihr Alvaro gerade recht, der sechzehnjährige Sohn der Gäste. Ein Kandidat für das erste Mal? Alvaro ist überrumpelt – und fasziniert von der herausfordernden Art, mit der Alex ans Werk geht…

Der internationale Filmtitel XXY versteht sich als dichterische Metapher für Intersexualität. Er bedient sich dazu der beiden bekannten Buchstaben-Paare gleich Chromosomensatz-Bezeichnungen "XX" und "XY" für eindeutig weibliches bzw. eindeutig männliches Geschlecht und bildet daraus ein geheimnisvolles, mehrdeutig zwischen den Geschlechtern schwankendes Buchstaben-Trio - "XXY" als Symbol für alle bis heute oft verborgenen, verdrängten und womöglich ohne Einwilligung der Betroffenen "normalisierten", sprich durch Operationen beseitigten Formen der Zwischengeschlechtlichkeit.

Von Intersexualität – auch Hermaphroditismus oder Sexualdifferenzierungsstörungen – spricht man, wenn ein Mensch genetisch (aufgrund seiner Geschlechtschromosomen), anatomisch (aufgrund seiner Geschlechtsorgane) und hormonell (aufgrund des Mengenverhältnisses der Geschlechtshormone) nicht eindeutig dem weiblichen oder dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden kann. Betroffene Menschen werden Intersexuelle, Hermaphroditen oder auch Zwitter genannt.