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Unsere Gedenkstättenfahrten
verschiedene Angebote

20.10.2026, 11 Uhr Bahnhof Porta Westfalica | Abfahrt am Herforder Bahnhof um 10:41 Uhr | Treffpunkt an Gleis 5 um 10:30 Uhr
Für alle ab 16 Jahren | KOSTENFREI | Gerne anmelden, aber kein Muss. Bitte teile uns bei der Anmeldung mit, ob du ein Ticket für die Anreise hast. |zusammen mit KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica e.V.
Im Februar 1945 erreichte der erste Gefangenentransport mit jüdischen Frauen und Mädchen die Porta Westfalica. Sie kamen aus dem Außenlager Horneburg des KZ Neuengamme und sollten in den Stollenanlagen des Jakobsberges Radioröhren für die Wehrmacht herstellen. Nach dem Eintreffen weiterer Transporte waren knapp 1.000 Frauen in dem Barackenlager am Frettholzweg inhaftiert. Fast alle von ihnen waren 1944 in Auschwitz inhaftiert gewesen und wurden dort zur Zwangsarbeit vor Ort und in anderen Konzentrationslagern selektiert. Oft wurden zeitgleich große Teile ihrer Familien von den Nationalsozialisten in den Gaskammern ermordet. Die Frauen, die 1945 im Außenlager Hausberge gefangen gehalten wurden, mussten im tiefsten Winter den Weg vom Lager zum oberen Stollen im Jakobsberg gehen.
Im Rahmen der Wanderung folgen wir unter der Leitung des Vereins “KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica” diesem Weg. Die Leitung zeigt uns Spuren der Geschichte des Lagers auf und stellt die Biografien ehemaliger Gefangener vor. Insbesondere die persönlichen Berichte der Überlebenden werden dabei im Mittelpunkt stehen. Die Situation von Frauen in deutschen Konzentrationslagern war von spezifischen Formen der Gewalt geprägt.
Der Weg der Wanderung führt vom ehemaligen Lagergelände am Frettholzweg aus über den Anmarschweg der Frauen etwa zweieinhalb Kilometer bis zum Stollenvorplatz des unter dem Tarnnamen „Hammerwerke“ bekannten oberen Stollensystems im Jakobsberg.
Die Wanderung ist nicht barrierefrei. Sie dauert etwa drei Stunden; insgesamt sind fünf Kilometer Wegstrecke bergauf und bergab zu gehen. Die Teilnehmenden sollten trittsicher auf Wanderwegen sein, festes Schuhwerk sowie dem Wetter angemessene Kleidung tragen.

Diese Fahrt findet alle zwei Jahre in Kooperation der SJD Die Falken KV Herford und dem Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg Herford statt. Im Vorfeld gibt es ein gemeinsames Vorbereitungsseminar sowie während der Fahrt Momente für Reflexion und Austausch. Die Teilnehmenden führen ein Reisetagebuch und berichten von ihren Eindrücken in einem Schulgottestdienst. Darüber hinaus findet ein Nachtreffen zur Auseinandersetzung, welche Schlussfolgerungen die Teilnehmenden heute aus den unterschiedlichen Erfahrungen und Eindrücken ziehen können, statt. Dazu sind auch andere Interessierte eingeladen.
Gefördert wird die Gedenkstättenfahrt durch den Landesverband Westfalen-Lippe. Der Teilnahmebeitrag liegt für die gesamte Fahrt inkl. Übernachtungs- und Reisekosten sowie Verpflegung bei 150 Euro pro Person.
Save-the-Date für die nächste Fahrt: 01. bis 05. März 2027
Bei Interesse gerne Kontakt aufnehmen mit: Lina Dybowski an kv(at)falken-herford.de oder 01573 9116951 (WhatsApp, Telegram oder Signal vorhanden).

Pirna 2026: Freitag, 22. Mai bis Dienstag, 26. Mai 2026
In Kooperation mit dem soziokulturellen Zentrum FlaFla, den NaturFreunden Herford und dem Alternativen Kultur- und Bildungszentrum e.V. (AkuBiZ e.V.) wurde diese Fahrt in die Grenzregion Sächsische Schweiz organisiert. In dieser Region gibt es allerhand zu erfahren, denn eine Besonderheit war der Widerstand aus dem Bergsportmilieu. Diese Gedenkstättenfahrt soll der Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus dienen und den Widerstand gegen den Faschismus beleuchten.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurden Bergsport- und Wandervereine, darunter die Naturfreunde und der Verband freier bergsportlicher Vereinigungen, verboten. In diesem Zusammenhang leisteten einige Mitglieder dieser Vereine in den Grenzgebieten zu Sachsen und Schlesien antifaschistische Arbeit. Aufgrund ihrer Bergkenntnisse und ihrer sportlichen Betätigung konnten sie vielfältige Aktivitäten anbieten. Sie organisierten z.B. Literaturtransporte über die Grenze, Hilfe für Verfolgte und deren Angehörige oder Kurierdienste.
Das Programm vor Ort wird vom Alternativen Kultur- und Bildungszentrum e.V. (AkuBiZ e.V.) begleitet. Nach einer Einführung in das Thema Widerstand aus dem Bergsportmilieu und in der Region haben wir an zwei Tagen konkrete Gendenkorte im Wald und auf den Bergen besucht. Während der Wanderung wurden Personen vorgestellt, die eine wichtige Rolle am Widerstand spielten und unter den Nationalsozialisten gelitten haben. Darüber hinaus haben sich die Teilnehmer*innen mit dem Thema jüdischen Lebens im ländlichen Raum auseinandergesetzt. Die Vielfalt jüdischer Kultur vor 1933, die Verfolgung sowie der Widerstand in der NS-Zeit, und die aktuelle Situation der Jüd*innen in der Region wurden thematisiert. Anschließend haben die Teilnehmer*innen das ehemalige Gestapo-Gefängnis und das ehemalige jüdische Ghetto Theresienstadt besucht. Durch eine Stadtführung durch die kleine (Gefängnis) und großes (Ghetto) Festung erfuhren die Teilnehmer*innen mehr zu den Repressionspraktiken der NS-Diktatur, ihr Propagandasystem bezüglich Theresienstadt und über das Leben im Ghetto.
- Reise im Bulli
- Zelten auf der Zeltwiese des Hinterland Hostel mit Selbstversorgung
- Besuch von Theresienstadt
- Wanderungen in der Grenzregion auf den Spuren antifaschistischen Widerstands
- spannendes neues Programm zu Zwangsarbeit im NS
Die Fahrt richtet sich an alle Interessierten zwischen 16 und 27 Jahren.
Der reguläre Teilnahmebeitrag inkl. Fahrt- und Übernachtungskosten sowie Eintrittsgeldern und Verpflegung liegt bei 80 Euro. Damit alle mitfahren können, die möchten, haben wir ein solidarisches Preissystem eingeführt: Bitte überlege Dir, was Du zahlen kannst. Mit dem Soli-Beitrag ermöglichst Du einer Person mit weniger finanziellen Mitteln die Teilnahme. Bei Anmeldung erhaltet ihr weitere Infos zu den Zahlungsmöglichkeiten.
Teilnahmekosten: regulär 80 Euro | ermäßigt 60 Euro | Soli-Preis 100 Euro